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Deutsche Rheuma-Liga Landesverband Brandenburg e.V.

Deutsche Rheuma-Liga Berlin e.V.

Pressemitteilung 06/10

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Berlin, 17.2.2010

 

Rheuma-Liga Brandenburg und Rheuma-Liga Berlin fordern neues Versorgungsmodell

 

Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft gefragt +++ bessere Vernetzung der Angebote für rheumakranke Kinder erforderlich

 

„Wir fordern ein Versorgungsmodell, bei dem die Vergütung der Rheumatologen nicht abhängig ist von den Veränderungen in anderen Arztgruppen“, betonten Dr. Johannes Mai, Präsident der Deutschen Rheuma-Liga Landesverband Brandenburg, und Dr. Helmut Sörensen, Präsident der Deutschen Rheuma-Liga Berlin e.V., nach einer gemeinsamen Klausurtagung der benachbarten und befreundeten Landesverbände in Berlin. Die Vorstände der Rheuma-Liga Brandenburg und der Rheuma-Liga Berlin wollten sich, so ihre Vorsitzenden, politisch für eine Realisierung dieses Modells einsetzen und planen eine Anfrage an alle Verantwortlichen, die die Versorgung rheumakranker Menschen regeln. Ziel und Ergebnis dieses Versorgungsmodells wäre, dass die Gruppe der Rheumatologen als „kleine“ Arztgruppe die eigentlich vorgesehene Vergütung von 60 EUR pro Fall im Quartal erhält. Angesichts einer gravierenden Unterversorgung Berlins und Brandenburgs an Rheumatologen sei dies eine unverzichtbare und überfällige Maßnahme.

 

Klare Forderung bleibt dabei: „Wir brauchen dringend mehr Rheumatologen und die richtigen Voraussetzungen dafür, dass sich ihre Anzahl erhöht – ohne dass dadurch die Vergütung der vorhandenen Rheumatologen sinkt“, erklären Dr. Mai und Dr. Sörensen weiter. Die Wartezeit der Patienten auf einen Termin bei einem Rheumatologen zu verringern, sei eines der dringenden Kernanliegen der Selbsthilfe und im Sinne einer bestmöglichen Früherkennung und Frühbehandlung.

 

Um breite Unterstützung für ein neues Versorgungsmodell und die Anliegen der Deutschen Rheuma-Liga in Berlin und Brandenburg als Interessensvertretung rheumakranker Menschen zu gewinnen, planen die Landesverbände verstärkte Diskussionen mit Entscheidungsträgern in Politik und Gesellschaft: „Wir wollen feste Ansprechpartner und feste Absprachen“, so Dr. Mai und Dr. Sörensen. „Sonntagsreden bringen chronisch Kranken nichts. Nur verbindliche Vereinbarungen sind eine tragfähige Säule für eine bessere und frühere Versorgung, für erfolgreiche Rehabilitation, für Teilhabe am Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Akzeptanz von Menschen mit Rheuma.“

 

Das schließt auch die Aufklärung der Öffentlichkeit ein, dass Rheuma keine Frage des Alters ist. Die Beratungen der Berliner und der Brandenburger Rheuma-Liga drehten sich insbesondere um die Frage, wie die stationären und ambulanten Angebote für Kinder und Jugendliche in beiden Ländern noch besser vernetzt werden können. Die beiden Vorsitzenden: „Unser Ziel ist die Verdoppelung der Anzahl der Kinder aus Berlin von derzeit zehn auf zwanzig, die die „Kinderreha“ in Belzig in Anspruch nehmen. Und“, betonten Dr. Mai und Dr. Sörensen abschließend, „wir wollen die Kinder ermutigen, ambulante Angebote mehr zu nutzen.“


Veranstaltungshinweis, Kontakt: www.rheuma-liga-brandenburg.de:

Gesundheitspolitisches Forum der Deutschen Rheuma-Liga Landesverband Brandenburg e.V.

„Brandenburgische Gesundheitspolitik – wohin gehst Du?“ – Landesrheumaplan 2009 –

am Samstag, den 27.2.2010, 10.30-13.00 Uhr im Tagungshaus „BlauArt“ in Potsdam Hermannswerder

 

Pressekontakt: 
 
Susanne Roßbach
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Veranstaltungen
Deutsche Rheuma-Liga Berlin e.V.
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