Aktionsplan Rheuma
In der Bundesrepublik Deutschland sind mehr als 9 Millionen Menschen, also nahezu jeder 10. Bundesbürger, an Rheuma erkrankt. Die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind vielfältig. Die Folgen der Erkrankung für die Betroffenen und die mit der Versorgung verbundenen Probleme sind jedoch ähnlich: - rheumatische Erkrankungen führen häufig zu Behinderungen
- rheumatische Erkrankungen bedeuten einen massiven Einschnitt in den Alltag
- und das Leben Betroffener
- rheumatische Erkrankungen werden zu oft zu spät diagnostiziert
- es besteht eine gravierende Unter- und Fehlversorgung von Rheumapatienten
- rheumatische Erkrankungen werden in der Öffentlichkeit in ihrer Bedeutung für
den Betroffenen zu wenig wahrgenommen
Diese Defizite sind seit langem bekannt, jedoch ohne dass einschneidende Verbesserungen in der Versorgungssituation erreicht wurden. Darüber hinaus darf auch der volkswirtschaftliche Aspekt nicht vernachlässigt werden. Für die Versorgung und soziale Sicherung fallen enorme volkswirtschaftliche Kosten an. Der „Aktionsplan Rheuma“ wurde gemeinsam mit Experten erarbeitet, um die Situation rheumakranker Menschen in Deutschland bezüglich medizinischer Versorgung und sozialer Sicherung zu verbessern.
Ziel der Deutschen Rheuma-Liga ist es, mit einem Aktionsplan drauf hinzuwirken, dass - die Entstehung von Erkrankungen reduziert wird soweit dies möglich ist,
- Neuerkrankungen frühzeitig behandelt werden,
- Krankheitsfolgen gemindert bzw. verhindert werden und
- Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben mit der Erkrankung ermöglicht
wird.
Der Aktionsplan Rheuma steht im Internet unter http://www.rheuma-liga.de/uploads/0/aktionsplan/aktionsplan170409.pdf zum Download als pdf bereit.
Sie können ihn auch jederzeit als gedruckte Broschüre erhalten – bitte melden Sie sich bei Interesse bei Frau Roßbach, Tel. 030 32 290 29 24 bzw. rossbach@rheuma-liga-berlin.de
Rückblick auf 2009:
5 Fragen: Wie stehen die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien für die Bundestagswahl 2009 zum „Aktionsplan Rheuma?“
Auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Rheuma-Liga Berlin e.V. am 27. Juni 2009 wurden die Mitglieder über die bundesweite Kampagne „Aktionsplan Rheuma“ im Vorfeld der diesjährigen Bundestagswahl informiert: Die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien aus Berlin für den 17. Bundestag wurden von der Deutschen Rheuma-Liga Berlin e.V. aufgefordert, sich zu positionieren:
Die Fragen sind aus unserer "Wunschkartenaktion" unserer Mitglieder entstanden, die wir zum Kongress in Berlin (9/08) angefragt hatten. Die Antworten stellen wir Ihnen hier vor. Die Veröffentlichung der Antworten der Berliner Bundestagskandidaten erfolgt in alphabetischer Reihenfolge der Nachnamen.
Hier unsere fünf Fragen:
1. Welche grundsätzlichen Maßnahmen zur Verbesserung der medizinischen und sozialen Situation rheumakranker Menschen in Berlin würden Sie in der 17. Legislaturperiode unterstützen?
2. Würden Sie die Einrichtung eines zentralen Therapiezentrums für Rheumakranke in Berlin fördern?
3. Berlin und Brandenburg verfügen über gebündelte Fachkompetenz und hochkarätige Einrichtungen zum Thema Rheuma aus Wissenschaft, Medizin, Rehabilitation, Forschung und Selbsthilfe: Wie stehen Sie zu einer „Modellregion Rheuma Berlin-Brandenburg“ – auch als Vorbild für die restliche Bundesrepublik?
4. Die Verbesserung der Früherkennung ist das Ziel der sogenannten „Rheuma-Vereinbarung“ der AOK Berlin mit der KV Berlin. Inwieweit können Sie unsere Bemühungen unterstützen, dass auch die anderen Kassenarten diesem Vertrag beitreten bzw. welche anderen Möglichkeiten der Verbesserung der Früherkennung würden Sie vorschlagen?
5. Welche Maßnahmen könnten Sie einleiten bzw. unterstützen, damit in Berlin das Bewusstsein und die öffentliche Sensibilisierung in Bezug auf die Rheumafrüherkennung erhöht werden kann?
Hier können Sie zur Ansicht und Download die Veröffentlichung der Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten zum Aktionsplan Rheuma in unserer Mitgliederzeitschrift "agil" von August 2009 abrufen. >> pdf
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